Texte zu Bildern und Edditionen

Atlantis  Vergangenheit oder Zukunft

Was war Atlantis? Ein goldenes Zeitalter, das alle religiösen Systeme  vereinte, frei von Ignoranz und Illusion. Wo die Menschen  einen hohen Grad an übersinnlichen Fähigkeiten erreicht hatten, so dass sie  sich in Raum und Zeit bewegen konnten? Platon berichtet vom Untergang Atlantis aber es wird prophezeit, dass es wieder aus dem Meer auftauchen wird und die Menschen das verborgene Wissen zurückerlangen.

Woher kommt die unbeirrte  Sehnsucht nach diesen Garten Eden? Vielleicht, weil die Menschheit in puncto Frieden, Gerechtigkeit, Erfüllung und Glück nicht wirklich weiter kommt, obwohl sie weiß,  dass die Welt ein Paradies ist?

Warum wollen die Schatten depressiver Wolken nicht weichen? Mit immer besseren  Technologien wird  Mutter Erde zerstört, ausgeraubt und vergiftet. Allein Vergiften reicht nicht mehr, deshalb richtet die neuste Forschung ihre Aufmerksamkeit auf genmanipulierte Pflanzen mit dem Ziel, biologische Kampfstoffe herzustellen. Zur unserer allgemeinen Entspannung wird dafür am Sonntagabend noch  lauter, hässlicher und dunkler als letzte Woche, der „blutigste Tatort“ aller Zeiten als kultureller Höhepunkt serviert.

Dass wir einen anderen Lebensstil brauchen, wird immer offensichtlicher. Leider wissen wir nicht, wie wir diese geistigen Fähigkeiten erlangen können – um ein erfülltes Leben, das geprägt ist von Weisheit, Gerechtigkeit und Erfahrung, zu leben.

Obwohl die kriminelle Energie hier auf Erden mit höchster Geschwindigkeit arbeitet,  gibt es dennoch Grund zur Hoffnung, dass sich unsere kreativen, mentalen und spirituellen Fähigkeiten wieder entfalten. Die Scheiterhaufen der Inquisition sind noch nicht erloschen, doch Dank der neuer Informationstechnik erfahren wir, wie groß die Blumenwiese der Möglichkeiten ist. Auf Grund neuer Mess-und Analysetechniken werden jetzt paranormale Phänomene gemessen und ausgewogen wie schwer sie sind. Telepathie, Reinkarnation oder Fern-Heilung sind so real, wie die Luft, die wir atmen.

Sollten sich wirklich die angekündigten Vorhersagen erfüllen, dann wäre die Vollendung oder Nichtvollendung der Menschheit tatsächlich noch offen.

Ein Blick in das bedeutendste Schriftwerk der mystischen Tradition des Judentums bestätigt diese Vermutung:

„ …Die heilige Schrift des Zohar besagt: “Alle himmlischen Schätze und versteckten Rätsel, die seit Generationen ungelöst geblieben sind, werden im Zeitalter des Wassermanns aufgelöst. Es gibt Symbole, die verstecktes Wissen vergessener Zeitalter enthüllen, Wissen von dem der Zohar sprach und auf das die Kabbalisten hinwiesen. Dieses Wissen offenbart das fundamentale Wesen der Menschen und der Natur. …“ (1)

Diese Zeichen werden immer häufiger gesehen und gesendet. Doch ein besonders interessantes Rätsel, dass seit Generationen die Menschheit beschäftigt hat, war die 2000 Jahre alte Frage um das Turiner Grabtuch. Ausgerechnet ein esoterisches Ereignis lieferte 2010 die entscheidende Auflösung.

Zu diesem Zeitpunkt wurden in der südenglischen Grafschaft Berkshire zwei Kornkreise sichtbar, die der deutsche Forscher Jay Goldner untersuchte. Er erkannte eine  Verbindung zu dem Turiner Grabtuch und erklärte die Bedeutung dieser Reliquie. Diese Analyse ist im

wahrstem Sinne des Wortes sensationell. (2)

Ein weiterer Ort, wo verstecktes Wissen enthüllt wird, ist ein realer Raum, ein Tempel der Hoffnung. Hier wird schon jetzt, eine neue Ökonomie und spirituelles Bewusstseins gelebt.. Wer es mit eigenen Augen gesehen hat, spricht danach von einem achten Weltwunder. Es -ist die Föderation „Damanhur“ und der von dieser Gemeinschaft erbaute „Tempel der Menschheit“.

Meine ersten Eindrücke von  Damanhur könnt ihr hier (3) http://www.haushoppe.de/news/ lesen.

Ervin László ein ungarischer Wissenschaftsphilosoph, Systemtheoretiker, Präsident des von ihm begründeten Club of Budapest und Mitglied der World Academy of Arts and Science schreibt über Damanhur:

“…Die Tempel Damanhurs sind ein Meisterwerk an Erfindergeist, Inspiration und Dedikation. Sie sind ein Monument, das die Macht der Vorstellungskraft einer Gemeinschaft von Personen, die sich der Suche nach einem höheren Bewusstsein und einer echten Spiritualität widmen, unter Beweis stellt…”- Ervin Laszlo

D. R. Karthikeyan  ehemaliger Generaldirektor der Menschenrechtskommission, Indien:

“…Ich hätte gern, dass die Führungskräfte der Welt zu Damanhur kommen und objektiv untersuchen wie tausend Personen aus verschiedenen Ländern zusammen arbeiten und ein nachahmenswertes Umfeld schaffen. Damanhur sollte bekannter sein in der Welt, denn die Welt sucht ein Modell mit dem sie überleben kann…”  D. R. Karthikeyan

Josh, ein junger Blogger, besuchte diesen Ort  im Februar 2017. Er hat auf seinem youtube-Kanal „FunForLouis“ mehr  als 1.950.000 Zuschauer. Nach drei Tagen in Damanhur sagte er, dass er nie erwartet hätte, einen solch originellen Platz vorzufinden, so voller Inspiration und mit solch einer Varietät an einzigartigen und interessanten Erfahrungen.

(4) Damanhur Block

http://blog.damanhur.de/2017/02/09/hervorgehoben/louis-auf-seiner-entdeckungsreise-durch-damanhur/

(5) „FunForLouis“

https://www.youtube.com/watch?v=5tLpvuRpLm8

https://www.youtube.com/watch?v=HAasCaATJtg

„….Hier sieht jeder, der so weit gelesen hat, welche Wendung eingetreten ist …“ (6) man wundert sich, dass kein Bericht je in der Zeitung stand. So müssen wir denn nun, uns selber informieren und gegenseitig Kunde tun. Dank dem Internet, das uns seit ca. 20 Jahren diese Freiheit bietet.

Die Holzschnitt-Edition „Atlantis“

Von der schöpferischen Kraft wie der Kunst, erwartet man, dass sie ein Mittel findet, um diese versteckten Informationen zu entdecken und auszudrücken.

Als ich 2013 mit der Edition „Atlantis“ begann, ahnte ich, dass wir in einen sehr substantiellen Zeitabschnitt leben. Doch wie gelingt es, diese Emotion in eine Form zu gießen, ein Bild zu schaffen, dass für die  Erforschung der  neuen Realität eine nachvollziehbare Assoziation liefert?

Formal wählte ich wie im vorangegangen Zyklus „Genesis“  das Quadrat als Bildformat auf das ich später noch genauer eingehe. Vorab die Erklärung des Titels „Atlantis“:

Wo ist Atlantis? Wo suchten wir diesen Ort. Sicherlich mit der ersten Taucherbrille in den unendlichen Weiten des Meeres und dort entdeckten wir fremde Welten, die noch  nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Eine Welt voller fremder Kreaturen, die in Gebäuden lebten, wunderlich aufgebaut in spiralförmiger Bauweise.

Diese Wirbelstruktur, die in allen Lebewesen vorkommt, ist als Metapher für elementare Veränderung und Dynamik geeignet, weil alle Energiesysteme untereinander in Wechselwirkung stehen und mit tausenden anderen Wirbeln mit der Außenwelt vernetzt sind. Man findet diesen Aufbau in jeder Lebensform von atomaren kleinsten Wirbelstrukturen, bei der DNA (Desoxyribonukleinsäure), bis hin zu  kosmischen Galaxien.

Die genannten elementaren Veränderungen begründen die vier Elemente. Offiziell ist seit 2016 die Zahl der Elemente im Periodensystem auf 118 gestiegenen. Die letzten vorläufigen Namen lauten Uut, Uup, Uus und Uuo. Sie sind aber so instabil, dass die Forscher sie nur innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde und lediglich als Zerfallsprodukt nachweisen konnten. Sehr schöne Namen, sehr veränderlich aber für eine bildliche Darstellung nicht geeignet.

Aus diesem Grund gehen wir nochmals in die Antike zurück und verwenden die Begriffe Feuer, Wasser, Luft und Erde, denn das Wirken dieser Urkräfte kann jeder nachempfinden.

Neben der Spirale und den vier Elementen ist das Bildformat Quadrat ein wichtiges Symbol für eine göttlichen Harmonie und kosmischen Ordnung.

Die dem Quadrat zugrundeliegende Zahl Vier verweist darüber hinaus auf viele Bereiche des menschlichen Lebens hin.

Für die Pythagoräer  war das Quadrat ein Sinnbild für das vereinte Wirken der vier Elemente. Sie verstanden es zugleich als Symbol für das Zusammenwirken der vier weiblichen Gottheiten Aphrodite, Demeter, Hestia und Hera, als deren Synthese die Göttermutter Rhea aufgefasst wurde.

Ähnliches findet sich in der nordischen Mythologie. Hier tragen die vier Zwerge Nordri, Austri, Sudri und Vestri den Himmel und geben damit dem Raum eine Ordnung. Biblisch werden diese Himmelsrichtungen mit den entsprechenden Elementen ebenfalls den Erzengeln zugeordnet. (7)

„Atlantis I Element Wasser“

Über das Element Wasser schrieb ein chinesischer Gelehrter im 11. Jahrhundert. Von allen Elementen sollte der Weise sich das Wasser zum Lehrer wählen. Wasser erobert durch nachgeben; es greift nie an, aber gewinnt immer die letzte Schlacht. Im Wasser liegt die Keimkraft aller Dinge, es hat die Kraft der Regeneration und Energieaufbau.

„Atlantis II  Element Erde“

Die Erde ist aus dem Zusammenwirken von Feuer, Wasser und Luft entstanden. Sie ist Behälter aller himmlischen Strahlen und Einflüsse. Hier entsteht Raum, Maß, Gewicht und Zeit. Sie ist Mittelpunkt und verbindet alle Einzelelemente wie ein Zahnrad. Das Wesen der Erde ist Ruhe und kraftvolles Wachstum.

Geerdet sein bedeutet, eine Verbindung zu haben mit der Grundenergie des Lebens.

„Atlantis III  Element Luft“

Luft, ist das Fluidum, Aura der Dinge und die ätherische Vitalität. Sie ist die Trägerin des Samens, der Inspiration. Hier ist die astrale Welt der Träume, der Prophezeiung. Luft ist das Prinzip des GEBENS und NEHMENS, und wir alle nehmen teil (mit unserem Atem) am Leben. – UND dieses Prinzip verbindet uns mit allen irdischen und lebendigen Sein.

„Atlantis IV   Element Feuer“   erscheint vorausichtlich 2018

Das Feuer ist das aktive schöpferische Prinzip, ist Kraft und Energie. Es ist der Wille zur Existenz  und Transformation, vor allem im geistigen Bereich. Wir empfinden Respekt und  Emotionen der Freude.

„….Niemals darf man das Anzünden eines Feuers improvisieren und man muss außerordentlichen Respekt haben, ganz gleich, ob es sich um eine Kerze oder ein Feuer aus Holzscheiten handelt. Alle Flammen der Welt sind untereinander in Kontakt, lebendige Wesen, die miteinander kommunizieren. Sie müssen als Wesenheiten gedacht werden, von der Sonne bis hierher zu uns…“ Oberto Airaudi (8)

Das zentrale Thema der Holzschnitt-Edition „Atlantis“ ist Veränderung und Transformation, die Wandlungsphase der Energie, die Beschreibung des Kosmos und die Bestimmung des Menschen.

Wenn Kunst beim Betrachten die eigene Empfindung bestätigt, dass wir Schöpfer sind, ja als Kinder Gottes dem Vater gleich, mit jedem Gedanken und Atemzug die Welt neu erschaffen, dann sollten wir froh den Anbruch eines neuen Zeitalters entgegen sehen.

Ihr Olaf Hoppe

(1) David Weitzman;  Das Zeitalter des Wassermanns (Das Goldene Zeitalter)

http://www.ka-gold-jewelry.com/german/p-articles/age-of-aquarius.php

(2)  Jay Goldner; Die Wahrheit über das Jesus-Foto. Das Turiner Grabtuch entschlüsselt

http://quer-denken.tv/die-wahrheit-ueber-das-jesus-foto-das-turiner-grabtuch-entschluesselt

http://www.jesusfoto.at/wie-alles-geschah

(3) Reisebeschreibung Damanhur  http://www.haushoppe.de/news/

(4) Damanhur Block

http://blog.damanhur.de/2017/02/09/hervorgehoben/louis-auf-seiner-entdeckungsreise-durch-damanhur/

(5) „FunForLouis“

https://www.youtube.com/watch?v=5tLpvuRpLm8

https://www.youtube.com/watch?v=HAasCaATJtg

(6) Aus  dem Roman“ Berlin Alexanderplatz“ von Alfred Döblin

(7 )  Sie sind Wächter des himmlischen Throns. Michael steht im Osten, Uriel im Süden, Raphael im Westen und Gabriel im Norden und sind aufbauend auf altes mystisches Wissen, den vier Elementen zugeordnet  „…Erzengel Michael (Meister der Elemente  Licht und Feuer), Gabriel (Meister des Elements Wasser),  Raphael ( Meister der  ätherischer Vielfalt) und Uriel (Koordinator der anderen drei)…“. Kyriacos  C. Markides, „ Feuer des Herzens“  S.398

(8) Oberto Airaudi „Erzählungen eines Alchimisten“  S. 185

Atlantis-1 Element Wasser
Atlantis-1 Element Wasser

Atlantis-2 Element Erde
Atlantis-2 Element Erde

Atlantis-3-Element–Luft-
Atlantis-3-Element–Luft-

Atlantis 4  Element Feuer (Entwurf)
Atlantis 4 Element Feuer (Entwurf)

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—————————————————————————————————————————————————————–Rosen-Bilder

Aus der Vielfalt einer Rosen-Familie die perfekte Rose herauszufinden, um sie vielleicht im Verkaufskatalog abzubilden, ist eine Aufgabe die selbst einen Rosenzüchter nicht leicht fällt.

Schwieriger als die Auswahl ist aber die Umsetzung der Blüte in die notwendig feste Komposition  eines Kunstwerkes, ohne dass sie an Lebhaftigkeit verliert, denn sie verändert innerhalb von wenigen Minuten ihre Blütenform.

Allein diese Aufgabe hat genug potenzial, um das Ziel zu verfehlen. Doch, was die Darstellung von Rosen zusätzlich belastet, ist ihre fast mystische Bedeutung. Kein anderer Gegenstand verkörpert so  leidenschaftlich das Symbol für Liebe, Reinheit und Schönheit und dies ohne Wenn und Aber. Die Möglichkeit, hier negative oder ironisierende Aussagen über den desolaten Zustand der Welt zu machen scheitern.

Dieses „Sich entziehen“ hat auch die „ Sales and Marketing-Brache“ erkannt und verwendet deshalb überdurchschnittlich oft dieses Motiv. Dadurch gewinnt man den Eindruck, als würde kein Gegenstand, keine Tapete, kein Bild ohne Rosen auskommen.

Auch wenn dies auf den ersten Blick so ausschaut, bei genauem Hinsehen erkennt man, das Sujet „Rose“ als Inhalt oder Gegenstand einer künstlerischen Darstellung ist in der Bildenden Kunst selten bis gar nicht zu finden. Vereinzelt existieren romantische Darstellungen z.B.  Maria mit Rose, Stillleben mit Rose etc. Doch die Rose ist hier, in diesen Werken nur als schmückendes Beiwerk und nicht als Bildthema gedacht.

Diese genannte „erblichen Vorbelastung“ der Rose war Problem aber auch Ansporn für meine Arbeit, dieser Blume einen würdigen Platz in der Kunstgeschichte zu geben.

Aus diesen Grund habe ich, die von mir geschaffene Rosen-Gemälde oder Rosen-Holzschnitte mit Rücksicht auf das Gesagte zu einen Werkzyklus zusammengefasst mit dem lateinischen Namen   „Donum Dei“ *-„Geschenk Gottes“.

*„Donum Dei, ausgesprochen: De-i

Aprikola-2

Aprikola-2

 Rose Schloss Eutin

Rose Schloss Eutin

Aprikola 1

Aprikola 1

Sangerhäuser

Sangerhäuser

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Fundstücke

Ein  performative Widerspruch ist eine sich selbstwiderlegende Aussage wie „ich lüge immer“, oder  „the cat is on the mat but I don‘t believe it is“, „Die Katze liegt auf der Matte, aber ich glaub es nicht“. Dieser Satz ist der philosophische Klassiker des performativen Widerspruchs.

Wenn ein Erzähler behauptend, dass die Katze auf der Matte liegt dann ist das eine sich selbst bestätigende Aussage. Erst die  Vollendung „…aber ich glaub es nicht..“, stellt das vorrangegangene in Frage und  löscht den Inhalt aus.

Der menschliche Verstand akzeptiert demzufolge  in der täglichen Kommunikation Toleranzen die genau genommen Unvereinbar sind.

Damit wird deutlich, dass alles womit wir uns beschäftigen nur im Zusammenhang zu betrachten ist, mit der Hinterfragung wie etwas gemeint sein könnte.

Und damit sind wir beim Thema. Was sehen wir auf den Bildern oder was wollen wir sehen?

Da jedes Bild wie ein in sich kreisendes, philosophisches System ist steht es schon allein mit dieser Aussage im Widerspruch zur Welt. Es ist abgeschlossen und vollendet, es stellt etwas dar, was in einem ständigen Veränderungsprozeß,  nicht existiert.

Im nächsten Schritt sehen wir kein Abbild und vermuten, dass es sich hier  um Etwas handelt was wir denken um danach gleich wieder zu verfließen. Genau wie mit der Aussage von der Katze die auf der Matte liegt.

Erst beim dritten Gedanken, wenn man das Werk berührt erkennt man, dass es sich  nur um Leinwand und Farbe handelt, und damit um die Illusion eines Gegenstandes. Was wiederum den Gedanken der ersten zwei Vermutungen aufhebt und einen neuen Widerspruch schafft.

Vieles ist vorstellbar,  real und gleichzeitig unreal, eine sich selbstwiderlegende Aussage.

Schwarzes Quadrat auf weißen Grund

Das „Schwarze Quadrat..“  von Kasimir Malewitsch (1878 – 1935 1915, war die Suche nach den Ursprung der Malerei und  Grundlage des Konstruktivismus.
Dieser Titel kongruiert  mit dem wahren Ursprung der  Malerei den wir in den Höhlen von Lascaux bei Montignac-sur-Vézère ( 17.000 und 15.000 v. d Z.) finden. Der Ursprung dieses Darstellung ist, die Seelen der dargestellten Wesen zu erhalten und durch das Erschaffen, Berühren und Abhalten von Kulthandlungen sie zu einer neuer Verkörperung und Fruchtbarkeit anzuregen.

Der Sonnenkönig / Das Hochzeitslied

Ein wurmstichiges Holzstück zeigt Muster die wie Hieroglyphen erscheinen. (Dasselbe Motiv als Variation mit einem dänischen Hochzeitslied in Runenschreibweise) Es zeigt die Spuren der Zeit, Aufstieg und Untergang.

Bewährte Freundschaft.

Papier oder Kissen.  Im Kissen findet man Trost und Schlaf. Im Papier den zweiten geduldige Zuhörer.

Im Reptilien-Haus

Ein fossiler Steinabdruck der beim längeren hinschauen drei getarnte Leguane erkennen lässt. Aus den Felsen werden Papier oder Informations-Daten-Berge. Weiter Informationen  sind im Bild zu finden

 Fundstücke ( Das Hochzeitslied)

Das Hochzeitslied

Schwarzes Quadrat

Schwarzes Quadrat

Der Sonnenkönig

Der Sonnenkönig

Bewährte Freundschaft

Bewährte Freundschaft

Im Reptilienhaus

Im Reptilienhaus


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„Fragmente end oft the xx century“

Rätselhaft ist nicht erst das Unsichtbare, sondern schon das, was man sieht. Das Sehen an sich ist zunächst ein Wiedererkennen von Dingen. Nach dem Sehen vergleicht man mit bekannten Erfahrungen. Beim Betrachten eines Kunstwerks verschwimmt die Realität mit der Illusion und ein ganz besonderes Sehen wird gefördert. Es öffnet einen Spalt zwischen Sehen und Wissen, damit man auf neuartiger Weise die Welt begreifen kann.

„Fragmente end oft the xx century“ ist eine Serie mit verschiedenen Werkgruppen, die diesen Gedanken auswertet. Es wird die Frage gestellt, was prägt tatsächlich unsere visuelle Wahrnehmung. Welche Objekte, welche Kunstformen, welche Gedanken schaffen die heutige Bewusstseins-Bildung.

Die hier dargestellten „Fragmente – Straßenszenen“ sind in jeder Großstadt anzutreffen. Sie zeigen Menschen, wie sie kurz innehalten und einem Straßen-Clown ihre Aufmerksamkeit schenken. Dennoch hat der Betrachter es schwer, sich bewusst zu machen, dass es sich hier um eine für ihn alltäglich Szene handelt. Er enträtselt und vergleicht das Kunstwerk mit einer historischen Fotografie/ Daguerreotypie, die er schon einmal gesehen hat. Und wie damals schleichen sich ähnliche Gefühle beim Betrachter ein, “… was ist aus jenem Mädchen geworden? Irgendwie seltsam diese Frisuren, die Kleidung und etwas zu dick waren sie wohl alle….“

Jeder Mensch ist in eine bestimmte Zeit hineingeboren und er versucht immer wieder, sich diese Situation bewusst zu machen. Die verbleibende Entfremdung beim Betrachten dieser Kunstwerke entsteht durch die nicht mehr gewohnte Distanz von gestern und heute, vertraute Dinge verschwinden in die Vergangenheit. Es „ …Bleibt und schwindet, schwindet, bleibt und schwindet …Glück in sich und kaum noch unser Glück…“ (aus „ Wer kann Amber schenken“ von Rainer Maria Rilke)

Olaf Hoppe

Wer kann Amber schenken!

Wem gehört er!

Unsichtbar und stärker als das Haus,

geht er leicht und wie ein ungestörter

Gott aus heimlichem Gehäuse aus.

Bleibt und schwindet, schwindet,

bleibt und schwindet.

Vielleicht ist er dem Gedicht verwandt,

welches, zitternd in des Lesers Hand,

unberührt von dem, was er empfand,

sich schon wieder in sich selber bindet.

Unsichtbares anregt und zurück

Fällt in die Verteilung seiner Zeilen.

Unvermindert, heiter wie ein Heilen:

Glück in sich und kaum noch unser Glück.

Rainer Maria Rilke

Olaf Hoppe-Fragment end of XX. century-Schwerin - 2013- Acryl auf Leinwand- 125 x 95 cm

Olaf Hoppe-Fragment end of XX. century-Schwerin - 2013- Acryl auf Leinwand- 125 x 95 cm

Olaf Hoppe-Fragment end of XX. century-Stuttgard 21 (3) - 2011- Acryl auf Leinwand- 125 x 95 cm

Olaf Hoppe-Fragment end of XX. century-Stuttgard 21 (3) - 2011- Acryl auf Leinwand- 125 x 95 cm

Olaf Hoppe-Fragment end of XX. century-Stuttgard 21 (2) - 2010- Acryl auf Leinwand- 125 x 95 cm

Olaf Hoppe-Fragment end of XX. century-Stuttgard 21 (2) - 2010- Acryl auf Leinwand- 125 x 95 cm

Olaf Hoppe-Fragment end of XX. century-Stuttgard 21 (1)- 2010 Acryl auf Leinwand -125 x 95 cm-

Olaf Hoppe-Fragment end of XX. century-Stuttgard 21 (1)- 2010 Acryl auf Leinwand -125 x 95 cm-

Olaf Hoppe-Fragment end of XX. century-Müchen - 2012- Acryl auf Leinwand- 125 x 95 cm

Olaf Hoppe-Fragment end of XX. century-Müchen - 2012- Acryl auf Leinwand- 125 x 95 cm


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Fragment end off XX century – die Geburt der Venus

Sionetta Vespucci war die Frau die Botticelli auf seinem berühmten Gemälde die Geburt der Venus verewigte. Vor über 500 Jahren war sie die Geliebte des Giuliano de Medici. Beide Namen sind in Vergessenheit geraten doch das Bild das Botticelli 1486 malte brach ein tausendjähriges Tabu. Diese Venus gilt als erste Aktdarstellung in Europa seit der Antike. Die bisherigen Darstellung beschränkte sich auf die sündige Eva oder reinen Jungfrau Maria. Den neuen Blick einer unverhüllten Erotik konnte Botchelli deshalb nur im Rahmen des antiken Mythos präsentieren.

Obwohl dieses Thema zu den Evergreens in der Malerei zählt hat sich dieses Thema heimlich aus der Bildenden Kunst geschlichen. Kampflos und ideenlos überließ man diesen Lobgesang der Schönheit anderen Medien.

Die in der Serie „die Geburt der Venus“ dargestellte Liebegöttin wurden in unterschiedlichen Quellen gefunden z.B. Penthouse, FHM, Tattoo- Magazin. Die Idealvorstellung einer Venus ändert sich und zeitliche in der kurzen Spanne von 10 werden immer wieder und neue Akzente gesetzt, die teilweise befremdlich wirken. Um dem kurzen aufblühen dieser Sterne einen ikonenartigen Charakter zu verleihen wurde die Werke in einer der Ikone entsprechende Charakteristika gemalt. Dadurch erhalten sie eine Ausstrahlung den ich mit dem Begriff „Appraisor“ bezeichne –Gegenstände werden durch Benutzung bedeutungvoll.

(Der Appraisor (engl.) bezeichnet nach Charles William Morris (in: Signs, Language, and Behavoir, 1946) ein Zeichen, das Gebrauchseigenschaften, den Wert o.ä. eines Objektes oder einer Situation bedeutet.)

Venus nach Boticelli (II)

Venus nach Boticelli (II)

Jennifer Rostock

Jennifer Rostock

 Riae

Riae

Lea Jung

Lea Jung

Shakira

Shakira

Evelyn Treacher

Evelyn Treacher

Mars

Mars

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„GENESIS“ I-IV 2001

Relativität der Theorie

Kunst ist die Begegnung mit der eigenen Wahrnehmung.

Die Unsicherheit, der eigenen Emotion zu trauen, sitzt tief und hat verschiedene Ursachen. In der Naturwissenschaft  war dies die Zerschlagung des Ptolemäischen Systems. Wenn, wie hier die Erde nicht mehr den Mittelpunkt des Kosmos bildet und somit das Absurde, das Paradoxe zur Realität wird, erfährt der Mensch, dass er die Wirklichkeit mit einer falschen Logik beurteilt hat.

1687 formulierte I. Newton: „Der absolute Raum bleibt, vermöge er seiner Natur und ohne Beziehung auf einen äußeren Gegenstand stets gleich und unbeweglich“. Diese universelle Gravitationstheorie steht heute noch für die meisten Menschen als äußere und absolute Bedingung fest, weil sie dazu einen natürlichen Bezug aufbauen können. Die Zeit verläuft konstant in einem unendlichen starren Raum.

Dieser alltäglichen Sinneserfahrung hält Einstein seine Raum-Zeit–Theorie mit einer variablen Geometrie entgegen. Die Dimensionen Raum und Zeit können variieren, aber die Lichtgeschwindigkeit c bleibt konstant, unabhängig von der Perspektive des Beobachters. Was diese Bezugssysteme in der Relativitätstheorie voneinander unterscheidet, ist die jeweilige Geschwindigkeit, d.h. bei zunehmender Geschwindigkeit zieht sich der Raum zusammen und die Zeit dehnt sich.

Im Alltag sind diese Geschwindigkeiten im Vergleich zu c lächerlich gering, doch Physiker konnten diese Zeitdilatation nachweisen, indem sie die von zwei Atomuhren gemessene Zeit verglichen. Eine Uhr wurde an Bord eines Flugzeuges verfrachtet, die zweite blieb am Boden. Gemäß der Gleichung E=m·c², ging die Uhr im Flugzeug gegenüber der am Boden verbliebenen Uhr um einen winzigen Betrag nach. Diese Gleichung basiert auf der Feststellung, dass die Konstanze von c, als Lichtgeschwindigkeit von
299 792,458 km/s als Absolutum im Vakuum nicht überschritten werden kann. (1)

„Doch es scheint Phänomene zu geben, die sich schneller als Licht ausbreiten“ (2)

„….Meine Religion besteht in meiner demütigen Bewunderung einer unbegrenzten geistigen Macht, die sich selbst in den kleinsten Dingen zeigt, die wir mit unserem gebrechlichen, schwachen Verstand erfassen können….“

Diese tiefe emotionale Überzeugung ausgesprochen von Albert Einstein gegenüber einem unbegreiflichen Universum ist der tragende Gedanke für die Holzschnitt-Edition „GENESIS“. Im Kleinen das Große begreifen – wenn wir nicht den ganzen Baum sehen, vielleicht erkennen wir das Blatt, die Rose, die Muschel….

Ikonographie der Form

Kunst ist eine Metapher, die eine äußere Form benötigt. Ohne die Assoziation zu bekannten Sinneinheiten kann kein Gedanke verstanden, ohne die meisterliche Ausführung ein Kunstwerk nicht bewundert werden.

In der Schrift von Kardinal Nikolaus von Kues, dem wohl größten wissenschaftlichen Genie des 15. Jahrhunderts, „De docta ignorantia”, wird eine mathematische Theologie zur Erklärung des Unsagbaren gemacht.

In seinen Ausführungen verwirft er die Aufgabenstellung „die Quadratur des Kreises“ im alten euklidischen Sinn, da diese nicht errechnet und somit als unlösbar erkannt wird. Er formt aber diesen Gedanken und transferiert ihn zu einer philosophischen theologischen Aussage um. Der Kreis wird nicht gemessen, sondern ist selbst das Maß aller Dinge, ebenso wie Gott analog das Maß aller Dinge ist, im Verhältnis zu allem Weltlichen.

In seiner Theorie erweitert er den Kreis in eine unendliche Ausdehnung. Je größer dieser Kreis aber wird, umso flacher wird die Krümmung seines Umfangs. Wenn nun die Krümmung einer Kreislinie aber extrem minimal wird, bei gleichzeitigem Expandieren des Kreises in die Unendlichkeit, so wandelt sich diese letztlich in eine vollständige Gerade.

Dieses Bild gilt auch für ein, dem Kreis umschreibendes regelmäßiges Dreieck, Sechseck oder Quadrat. Bei gleichzeitig Anwachsen dieser Figuren in einen unendlichen Raum bildet sich eine unendlich gestreckte Gerade.

Der Kreis ist somit geradlinig, wie auch die Umfänge der anderen Figuren sich bei maximal unendlicher Ausweitung einander deckungsgleich verhalten. Das heißt die Vollkommenheit ist in einer einzigen Figur zusammenfasst, in einer unendliche geraden Linie. Im theologischen Sinn ist dies für ihn nicht nur ein Symbol für Vollkommenheit sondern auch gleichzusetzen mit Wahrheit und absoluter Gerechtigkeit.

Wenn man sich nun jenen unendlichen Kreis vorstellt, so erkennt man, dass nicht nur Durchmesser und Umfang einander notwendigerweise völlig gleich sind, sondern auch der Mittelpunkt unendlich, also gleich mit den zwei vorher genannten Größen.

Die mathematische theologischen Aussagen von Nikolaus von Kues über Kreis, Mittelpunkt und Quadrat, dienen als Hilfsmittel zu Aussagen über Gottes Einheit und Dreifaltigkeit, sowie sein Verhältnis zum Universum, das sich in Vielfalt ausbreitet und als Ganzes trotzdem eine stete Einheit bildet. Sie sind gleichsam die Vorstufe von jenem viel sagendem Satz, Gott sei eine unendliche Sphäre und ein Allmittelpunkt; in mir und außer mir zugleich. (3)

Genesis 1

Genesis 1

Zeichen der Liebe (GENESIS I / Rose)

Kunst ist wie das Geheimnis des Lebens. Sie erschafft Dinge, die durch das einfache Anschauen gefallen. Dieses gestalten der Schönheit ist Teil unseres Innenlebens in dem gedanklich  das  Bewusstsein von  Vollkommenheit existiert.

Es sei reiner Zufall so verkündeten die Schüler von Darwin, dass Leben entstanden ist, dass sich Arten entwickelt haben und letztlich der Homo sapiens auf der Erde erschienen ist. Einen Schöpfungsakt gebe es demnach nicht. Das Prinzip der Auslese und Höherentwicklung war für die nächsten Jahre unumstößliches Dogma der Biologie. Die Chromosomen, so die vorherrschende  Meinung, würden sich  im  Rahmen  von  Zellteilung entwickeln, durch Zufall verändern und nur die Zelle, die daraus einen Nutzen oder Vorteil zieht, überlebt.

Doch wäre es tatsächlich der Zufall, der für die Evolution die einzige Kraft darstellt, würde die Zeit von 800 Millionen Jahre für die heutige Artenvielfalt nicht ausreichen. Dieses Argument von Mathematikern und Biophysikern schon seit Jahrzehnten aufgestellt und rechnerisch gestützt, behauptete aber etwas, was nicht möglich sein konnte. – Die Evolution als eine gezielte und somit planmäßige Entwicklung.

Es war das Experiment „Schaf Dolly“, das diese Dinge in Frage gestellt hat. Auf Grund dessen wurde bewiesen, dass nicht das genetische Material darüber entscheidet, ob sich eine Zelle oder ein neues Individuum aus ein und demselben Zellkern bildet, sondern die Umgebung, das Zytoplasma, in dem sich die Chromosomen befinden. Nimmt man den Zellkern einer beliebigen Zelle und gibt ihn in das Ambiente einer identischen Zelle, so wird sich genetisch gleiches Material entwickeln. Wird der gleiche Zellkern jedoch in der zytoplasmatischen Umgebung einer Eizelle injiziert, aus dem der Zellkern entfernt worden ist, entwickelt sich ein neues Individuum. Nicht der Kern trägt den Schlüssel der Entwicklung in sich, sondern die ihn umgebenden äußeren Signale.

Infolgedessen bietet sich für das Verständnis der Evolution ein neues Konzept an, dass über die Zufallsmutation hinausweist. Es könnten die äußeren Einflüsse sein, welche die Umgebung des Zellkernes, das Zytoplasma physikalisch und biochemisch mehr modifizieren, als bisher angenommen wurde (zB. Klimaveränderungen, der Entzug oder das Überangebot gewisser Nahrungsstoffe, aber auch das Vorhandensein von neuen Elementen, wie dies bei der Evolution der Sauerstoff war).

„Dolly“ machte auf jene Faktoren aufmerksam, die im Zytoplasma herumschwimmen, welche über die Aktivität und Tätigkeit der Gene entscheiden. Im Unterschied zum Zellkern selbst, stehen diese Faktoren mit einer mehr oder weniger durchlässigen Membran mit der Außenwelt in ständiger Verbindung. Sie reagiert auf deren Reize und verändern entsprechend ihren Wasser- und Elektrolythaushalt. Sie modifizieren jenen Steuerungs- und Wachstumsfaktoren die den Zellkern umgeben und für das Abrufen der im Genom enthaltenen Befehle verantwortlich sind.

Die Entstehung des Lebens wäre demnach nur möglich geworden, weil sich das Genom in reaktiver Weise an der Außenwelt orientiert hat. Nicht der Zufall allein ist es, der zu den Chromosomen-Veränderungen geführt hat, sondern das, was ihn umgibt. Dieser Verlauf der Evolution ist aber nur andeutungsweise erforscht.

Der Mensch selbst wäre demnach der Beweis für die ihn umgebende Welt. So ist der Stoffwechsel der Beweis für Sauerstoff. Erst nach dessen Auftreten hat sich der Elektronenfluss der Atmung entwickelt, wie er sich im Hämoglobin und in der Lunge abspielt. Das Chlorophyll und die Photosynthese haben sich nur deswegen entwickelt, weil Sonnenstrahlen unseren Planeten treffen und damit verbundene Elektronen Energie erzeugen können.

„…Gilt nun Gleiches für den Schöpfer, den Weltenbaumeister dessen Idee und Gedanken wir in uns tragen? Wenn wir, unsere Gene und letzten Endes auch unsere Gedanken – denn auch diese sind Funktion unserer Gene – nur Abbild der uns umgebenden  Realität und Beweis dessen  sind, was uns umgibt, dann gilt natürlich das Gleiche für den Schöpfer: Gäbe es ihn nicht, wir hätten von ihm keine begriffliche Ahnung. …“ (4)

Genesis 2

Genesis 2

Kosmos der Sonnenblume     (GENESIS II / Sonnenblume)

Kunst ist authentisch, singulär und hat eine Relevanz zum Leben. Dieses Leben wird von der unmittelbaren Umgebung,  Personen und der Zeit bestimmt. Das Woher und Wohin des Daseins ist geprägt durch eine lange Kette von Ereignissen, die weit in die Vergangenheit zurückreichen.

Bei einer großräumigen Betrachtung der persönlichen Umgebung existiert nur ein enger Korridor des Lebens, welcher bei einer noch so kleinen kosmischen Abweichung kollabiert.

Die wichtigsten Voraussetzungen dafür wurden schon in den ersten Sekunden des „Urknalls“ manifestiert. Die Naturkonstanten, die dabei entstanden, sind die starke und die schwache Schwerkraft, die elektromagnetische und die Gravitationskraft. Sie alle besitzen einen definierten Wert und zeichnen in ihrem Zusammenspiel für alle physikalischen, chemischen und biologischen Prozesse verantwortlich. Es gibt bisher keine überzeugenden Hinweise dafür, dass sie in Raum und Zeit variieren.

Im Verlauf mehrerer Supernova-Explosionen entstanden dann die wichtigsten natürlichen chemischen Elemente, wobei das für die Biochemie entscheidende Kohlenstoff-Atom auch dazugehörte.

Die Stellung des Sonnesystems, innerhalb einer Galaxie mittleren Alters, ist eine weitere Vorrausetzung für die Entstehung von Leben. Zu weit außen befindliche Systeme verfügen nicht über den nötigen Gehalt an schweren chemischen Elementen, aber vor allem keine Metalle wie Eisen die für einen Planeten mit komplexen Leben zwingende Grundlage darstellt. Dagegen würden Sonnen die sich zu nah am Zentrum befinden, durch die Häufigkeit der dort vorkommenden Explosionen, jegliche Entwicklung verhindern.

Darüber hinaus können nur Sonnen mittlerer Größen, die von einem stabilen Planetensystem umgeben sind, weitere lebenswichtige Vorrausetzungen schaffen. Damit scheiden fast 95 % aller Sonnen als Energiespender aus.

Ein in Frage kommender lebensfreundlicher Planet benötigt zusätzlich den richtigen Platz und Abstand innerhalb eines Planetensystems. Einerseits ist die richtige Entfernung zur Sonne wichtig, um eine gleichmäßige Energieaufnahme zu gewährleisten, die ihn vor Überhitzung oder Vereisung schützt. Andererseits benötigt er den Schutz von großen massereichen Planeten, damit er nicht dem ständigen Hagel tödlicher Asteroiden ausgeliefert ist.

Eine nicht zu exzentrische Umlaufbahn, sowie eine Rotation um eine fast senkrechte Achse, schaffen ein langfristig stabiles Klima. Der aus einem frühen Einschlag  eines  gewaltigen Asteroiden entstandene Mond sorgt für die Stabilisierung der Eigendrehung der Erde. Diese kosmische Katastrophe schaffte für die Erde die Vorbedingungen, dass nur leicht schwankende Jahreszeiten auftreten.

Weitere notwendige geophysikalische Grundlagen stellt das Vorhandensein eines Magnetfeldes dar, das sich nur durch genügend schwere Elemente und Bewegung der Kontinentalmassen bilden kann. Es schirmt die tödliche kosmische Strahlung ab.

Nur eine wie etwa der Erde entsprechende Masse ermöglicht die Bildung einer Atmosphäre. Geringe Abweichungen der Schwerkraft würden die Höhe und das labile Gleichgewichte von Sauerstoff, Wasserstoff, Kohlendioxid usw. zerstören.

Das unwahrscheinliche, aber dennoch vorhandene ideale Verhältnis von Wasser- und Landflächen gilt als weitere Vorrausetzung für die Entstehung höheren Lebens. Sie ist das Ergebnis der Plattentektonik, die sich wiederum aus den hochspezifischen „Geburtsbedingung“ des Sonnen-systems ergeben hat.

Diese vielseitigen Aspekte, die unter dem Titel „anthropisches Prinzip“ seit etwa zwanzig Jahren in den Naturwissenschaften diskutiert werden, zeigen ständig neue Zusammenhänge und Ursachen auf.

Das Neue, Epochale, Außergewöhnliche an der Anthropologie, der Lehre über die Erscheinungsform und Entwicklung des menschlichen Lebens,
“… besteht darin, dass sowohl (bisher als unveränderbar geltenden) Naturkonstanten und Gesetze als auch kontingente (zufällige) Ereignisse der Naturgeschichte zusammen die Natur weben, die uns hervorbringt.“  (5)


Genesis 4

Genesis 4


Gleichnis vom Licht (GENESIS IV / Löwenzahn)

Kunst ist der Sprung ins Ungewisse. Die alltäglichen Erfahrungen automatisieren die Denkabläufe die das Überleben trainieren. Das Ungewöhnliche des menschlichen Geistes ist aber, das Überschreiten der Grenzen gewohnter Erfahrungen, das In Frage Stellen der bisherigen Wahrnehmung und die Vorstellung des Unmöglichen.

Max Plank und Albert Einstein entwickelten die Vorstellung, dass das Licht nur in bestimmten Portionen, den Lichtquanten oder „Photonen“ auftreten kann. Die Energie eines Photons ist proportional zur Frequenz des Lichtes. Allerdings ist sie so klein, dass es schwierig ist, ein einzelnes Photon überhaupt nachzuweisen. Ort und Geschwindigkeit eines Teilchens kann man nicht zugleich bestimmen. Misst man es an seinen Ort, so stört man seine Geschwindigkeit dermaßen, dass man anschließend darüber keine Aussage mehr machen kann. Misst man umgekehrt die Geschwindigkeit, beeinflusst dies die Lage des Teilchens auf seine Weise so sehr, dass man anschließend nicht mehr weiß wo es sich aufhält. (Heisenbergsche Unschärfentheorie)

Diese Nicht-Lokalität ist der Grund für das Phänomen, das man Verschränktheit oder Korreliertheit nennt.

Zum Entsetzen aller Tierfreunde erklärte Erwin Schrödinger 1935 die Korrelation der Teilchen am  Beispiel einer „Atom- Schaltung“.  - Eine Katze wird in  eine Stahlkammer gesperrt. Durch einen entsprechenden Mecha-nismus, der ausgelöst wird, wenn ein Atom zerfällt, strömt Giftgas in die Kammer, welches die Katze tötet. Die Messung geschieht dadurch, dass man nachschaut, ob die Katze lebt oder tot ist. Solange man nicht nachschaut, ist die Katze in einem Zustand von tot und lebendig. Erst beim Nachschauen oder Messen definiert sich dieser Zustand. Das Absurde an diesen Beispiel ist nicht die Tötung der Katze, sondern das was an den Messgeräten der Quantenphysik überall auftreten kann. Die Zeigerwerte befinden sich nicht in einem objektiv definierten Zustand, sondern pendeln zwischen mehreren Werten hin und her.

In weiteren, so genannten Teleportations–Experimenten, die man in der Zukunft für die Datenübertragung ausnutzen wird, überträgt man mit Hilfe eines Qubits den Wert des einen verschränkten Qubits auf ein weit entferntes Qubit.

Diese Korrelation lässt sich wie folgend erklären: Ein Mann geht morgens aus dem Haus. Er nimmt von einem Paar Handschuhe  einen mit, weiß aber nicht, ob es der Rechte oder Linke ist. Im Büro schaut er nach. Wenn es der Linke war, dann liegt in der Schublade  der Rechte. Gegen Mittag bringt sein Kollege einen weiteren Handschuh in das Büro. Mit einem in der Quantenwelt möglichen Verfahren wird aus diesem Handschuh wiederum ein richtiges Paar gemacht. Ist der Handschuh des Kollegen ein rechter, dann wird aus dem ursprünglichen ein linker und umgekehrt. Die Folge ist aber, dass der Handschuh, welcher zu Hause geblieben ist, erneut in einen neu definierten Wert wechselt. Das heißt, der Zustand des Kollegen-Handschuh ist auf wundersame Weise und ohne Zeitverzug mit dem im Schubfach liegenden korreliert.

Solche Teleporttations-Experimente kann man heute schon über Abstände von mehr als 10 Kilometern machen. (6)

Ein Prinzip in der Quantenphysik ist, dass es nicht nur den einen oder den anderen Zustand gibt, sondern eine Überlagerung dieser Zustände. Man kann demzufolge die Überlagerung aller möglichen Zustände erzeugen und das entspricht einer massiven Parallelität der Informationsverarbeitung.

Am Ende dieser Entwicklung soll unter anderem ein Quantencomputer stehen, der in seinen vielschichtigen Aufgaben die Kreativität des menschlichen Denkens nachvollziehen kann.

Genesis 3

Genesis 3

Tot als Quelle neuen Lebens (GENESIS III / Muschel)

Kunst ist eine bildhafte Reinkarnation, denn die Gegenwart des Kunstwerkes als geistiges Produkt eines Menschen bei gleichzeitiger Endlichkeit des Künstlers, schafft eine neue Erfahrung von Zeiträumen. Diese Nachvollziehbarkeit der Person und ihre Anwesenheit auf der Welt formt ein Gefühl der Unsterblichkeit.

Religion, Kunst und Wissenschaft haben sich zu allen Zeiten mit der Sehnsucht des Menschen nach Unvergänglichkeit und Unsterblichkeit beschäftigt. Immer hat der Mensch Wege gesucht sich diesem Ziel näher zu bringen.

Einer der bekanntesten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Reinkarna-tionserfahrungen ist der kanadische Psychiater Prof. Dr. Ian Stevenson.

Der Washington-Post-Redakteur Tom Shroder hatte Stevenson nach Indien und in den Libanon begleitet, um sich von dessen Forschungsmethoden zu überzeugen. Dabei stieß er zusammen mit Stevenson auf Fälle, wie den eines 25jährigen drusischen Mädchens, das sich an ein Leben als Frau erinnerte, welche Monate vor der Geburt des Mädchens gestorben war. Im Alter von zwei Jahren kannte sie 13 Namen von Verwandten der Frau und konnte Teile der Grabrede wiedergeben. Shroders Kommentar: “Der einzige Weg, um das, was uns die Menschen erzählten, auf ‚normalem‘ Wege zu erklären, wäre die Annahme einer massiven und weitreichenden Verschwörung. Entweder bewusster Betrug oder eine Art unbewusste Verständigungs-Koordination unter Menschen aus verschiedenen Familien und Kommunen, ohne ersichtliche Motive und Mittel, einen solchen Betrug zu steuern.”

1960 veröffentlichte Stevenson in der Zeitschrift Journal of the American Society for Psychical Research zwei Artikel über Kinder, die sich an frühere Leben erinnerten.

Doch erst 1974 trat er mit seinem Buch „Twenty Cases Suggestive of Reinkarnation“ (deutscher Titel: Reinkarnation – der Mensch im Wandel von Tod und Wiedergeburt – 20 überzeugende und wissenschaftlich bewiesene Fälle, Freiburg 1978) an die Öffentlichkeit. 1987 erschien sein zweites Buch mit dem Titel „Children who remember previous lives“ (deutscher Titel: Wiedergeburt – Kinder erinnern sich an frühere Leben, Grafing 1989).

Seit dem hat Dr. Ian Stevenson mehr als 3.000 Reinkarnationsfälle untersucht.  Ein  besonders   beeindruckender  Fall   ist   der  von  eineiigen Zwillingen aus Sri Lanka. Obwohl sie genetisch identisch waren, wiesen sie eindeutige Unterschiede in Verhalten und Aussehen auf.

Einer der beiden begann, von einem früheren Leben als singhalesischer Aufständischer zu erzählen und sagte, er sei von der Polizei im April 1971 erschossen worden. Seine Familie lachte ihn aus, also hielt er den Mund und nichts, was er vorher gesagt hatte, konnte bestätigt werden. Der ältere Zwilling sprach ausführlich über ein Leben als Schulkind. Er machte verschiedene spezifische Angaben, die eindeutig zutrafen. Er sagte, er habe in einem Ort Namens Balapitiya gelebt und sei mit dem Zug in eine andere Stadt Namens Ambalangoda gefahren. Er verglich den Wohlstand seiner “beiden” Familien. Er bezog sich namentlich auf eine Tante, die für ihn ein Chili-Gericht gekocht hatte. Das vielleicht Erstaunlichste war, dass der Junge beim Treffen der beiden Familien auf eine Wand deutete, auf der wie sich später herausstellte – der Name des verstorbenen Jungen stand, an dessen Leben er sich erinnerte. Er sagte, er habe seinen Namen in den Zement geschrieben, als dieser noch nass war. Keiner der Familien-angehörigen des verstorbenen Jungen hatte dies vorher gewusst. Das Erstaunliche an diesen Aufzeichnungen ist, dass diese Erinnerungen an das vergangene Leben nicht allein auf außersinnliche Wahrnehmung  zurückzuführen war.

„…Diese Geburtsmale, die wir finden, sind nicht wie andere Geburtsmale. Gewöhnliche Geburtsmale, die jeder hat, weisen eine erhöhte Pigmentierung auf und sind normalerweise eben. Die Geburtsmahle, für die wir uns aber in solchen Fällen interessieren, können zwar eine erhöhte Pigmentierung aufweisen, sind aber für gewöhnlich narbenhaft, erhaben bzw.  versunken   und   viel   größer   als   das   durchschnittliche,  einfache Geburtsmal. ….. Und diese Geburtsmale entsprechen den Wunden der früheren Persönlichkeit? Ja. Wir konnten in mehr als 40 Fällen durch Obduktionsberichte eine Bestätigung über die Lage der Wunden finden……“ (7)

Kombination neuer Möglichkeiten

Kunst ist ein  Verbindungsstück, welches die Seiten der religiösen und nicht-religiösen Interpretation der Welt verbinden kann. Es fördert die innerlichen Sinnesorgane, tiefere und ursächliche Schichten werden entdeckt, wie sie in der Natur und in dem Menschen wirksam sind. Der Glaube an die ikonologische Macht eines Bildes lässt sich nicht über die rein ästhetische Analyse erklären.

Die Natur funktioniert in unendlichen Variationen auf analogen Wegen. Die Gesetze der Naturwissenschaften existieren nicht nur in dem Paradiesgarten der optisch wahrnehmbaren Welt. Der Makrokosmos entspricht den mikrokosmischen Prozessen, denn wie im Kleinem, so im Großem. Sich selbst erkennen bedeutet somit das Universum erkennen, weil die Natur sich im Menschen spiegelt.

So weist die Natur deutlich Zeichen von Ordnung und Intelligenz auf, wie zum Beispiel die Entwicklung einer Zelle zu einem Organismus, oder das bestehende ökologische System. Sie sind lebendige Zeichen für die Tatsache, dass Ordnung und Struktur in den Naturprozessen vorhanden sind.

Die theosophischen Grundprinzipien behaupten, die Bereiche der Natur haben eine bestimmte hierarchische Beziehung zueinander. Das Mineralreich wird von Pflanzen, Tieren und Menschen genutzt, denn bei fast allen physiologischen Prozessen, sind chemische Elemente und Verbindungen nötig. Das Tierreich steht über dem Mineralreich und gebraucht die Pflanzenwelt. Der Mensch erkennt alle drei Bereiche und macht sie für sich nutzbar. Doch über ihn gibt es eine weitere Differenzierung – das göttliche Reich, denn es besteht kein erkennbarer Grund, dass der Mensch die höchste Form oder Art im Universum darstellt. Diese Hierarchien der Wesensformen sind auch im Menschen selbst erkennbar, wie z.B. mineralische Anteile (z.B. Knochen), organische/ pflanzliche Anteile (Haare), tierische Anteile, denkender Anteil, sowie inspirativer Anteil; zu denen paranormale Erlebnisse und Fähigkeiten wie Telepathie oder Vorahnung gehören.

Was ist der Ursprung aller Dinge? Wie entsteht aus der einen „Essenz“ das differenzierte Leben? Diese grundlegende Frage der Philosophie bezieht sich auf die Quelle aller Manifestationen.

In der westlichen, wie auch in der orientalischen Kultur, lehrte man die so genannte Weisheitstradition, eine uralte Philosophie, die noch immer weitgehend unbekannt ist. Diese Tradition, die aus Ägypten und Indien stammt, existiert unter verschiedenen Namen und Formen: die Mysteriums-Schulen in Griechenland, der Platonismus, Pythagorismus, Neo-Platonismus, Neo-Pythagorismus, Gnostizismus, Hermetizismus, Kabbalah, Alchemie, die mittelalterlichen Rosenkränzler und Feuerphilosophen, u. s. w. Die Theosophie  ist  die  moderne  Formulierung alter Weisheiten die eine Synthese von Religion, Wissenschaft und Philosophie darstellt.

„…’Sie sind Das.’ sagen die Upanishads, die heiligen Schriften aus Indien. Jeder Mensch kann diesen göttlichen Funken in sich entdecken, wenn er bereit ist, höhere Aspekte seines Bewusstseins zu entwickeln. Das Ergebnis, Erleuchtung genannt, wird sein, dass man sich mit allen Lebewesen verbunden fühlt. Dies ist ein schrittweiser Prozess. Wenn man den Weg des Erbarmens wählt, nicht an erster Stelle für sich selbst, sondern für das Ganze, wird man den Kern oder die Essenz aller Dinge erkennen. Wie viele Inkarnationen dafür nötig sind, ist nicht so wichtig. Wir müssen lernen im Hier und Jetzt zu leben und das tun, was uns wichtig erscheint. Durch diese progressive Evolution wird unser Unterscheidungsvermögen allmählich differenzierter und wir werden mehr und mehr den wirklichen Sinn des Lebens erkennen.“ (8)

Noch zu Beginn unseres Jahrhunderts bestand geradezu ein unüberbrückbarer Gegensatz zwischen einem mechanistischen Naturverständnis, in Verbindung mit der Evolutionstheorie und einer theologischen Weltanschauung. Doch die Grundpfeiler, auf dem das deterministische Weltbild ruhte, scheinen nicht mehr standzuhalten. Neueste Erkenntnisse in naturwissenschaftlichen Bereichen verursachten grundlegende Veränderungen in Bezug auf Einstellung, Denkweise und Verhalten zu den bisher ausgegrenzten Wissenschaften, theologischen und künstlerischen Ansichten. Zwischen den naturwissenschaftlichen und den  theologischen Bildern von der Welt und dem Nachdenken über die Ursache schöpferische Prozesse gibt es aber deutliche Parallelen.

Alle, die bisher nur in einer dieser beiden Haltungen lebten, müssten sich um der Zukunft willen als geistesverwandt zu erkennen geben, damit sie gemeinsam die Fragen einer zukünftigen Entwicklung beantworten, die von noch nicht absehbaren ökonomischen, kulturellen und existenziellen Ereignissen geprägt sind.

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zweiter Abschnitt  2oo9-2011


Genesis 5

Genesis 5

purpurvioletter Edelmann (Genesis V- Knautia arvensis / Violett)

Kunst ist eine Illusion, eine subjektive Deutung, die durch Wirkung des Kunstwerks hervorgerufen wird. Diese  Sinneswahr- nehmungen  materialisieren sich aus einer Imagination und werden erlebte Realität.

Farbe ist eine rein subjektive Empfindung. Hervorgerufen von elektromagnetischen Wellen im Bereich zwischen 380 nm und 780 nm. und eine Vielzahl von anderen physikalischen Ursachen und Phänomenen.  Dieser Abschnitt des elektromagnetischen Spektrums ist für den Menschen der Bereich der sichtbaren Lichts. Den wirklichen Wert der Farbe läst nicht erfassen Farben lassen das Leben in einen „anderen Licht“ erscheinen. Sie beeinflussen das Leben und fördern Wachstum auf der Erde. Sie helfen bei Krankheiten und haben viele mystische Eigenschaften so das sie gleichzeitig das göttliche Symbolisieren. Einen wirklichen materiellen Wert besitzen sie nicht, dennoch war man bereit sogar Edelsteine oder kostbare Metalle zu pulverisieren um Farbpigmente zu erhalten..

Die teuerste Farbe in der Geschichte der Menschheit ist das Purpur-Violett.

Im Laufe der Geschichte hat sich das colour des Purpur immer wieder geändert, denn bis ins Mittelalter hinein, gab es keine Notwendigkeit, diese Farbe exakt zu erfassen. So berichtet schon Plinius von mehreren Purpurfarben: „Der violette Purpur, der hundert Denar  das Pfund  kostete,

war zu meiner Jugend in Mode, kurz darauf gefolgt von Rot aus Tarent. Als Nächstes kam tyrischer Purpur, den man nicht einmal für tausend Denar das Pfund erstehen konnte.“

Selbst der an Luxus gewöhnte Julius Cäsar war überwältigt von den verschwenderischen, ägyptischen Exzessen, als er sah, dass nicht nur die Segel der Königin Kleopatra purpurfarben gefärbt wurden sondern ihr gesamter Palast mit purpurfarbenem glänzenden Porphyr und Stoffen ausgestattet war.

(Ein Vergleich mit dem heutigen Preis von Purpur verdeutlicht diesen unvorstellbaren Reichtum, denn noch heute ist es das teuerste Pigment der Welt.  Ein Gramm des echten Farbstoffes kostet 2.000,–Euro, das ist der stolze Preis von 2 Millionen Euro für ein Kilogramm!)

Als Cäsar kurze Zeit später nach Rom zurückkehrte, führte er die purpurfarbene, bodenlange Toga ein. Ein Kleidungsstück gefärbt mit dem Sekret der Schnecke „Murex brandaris“, welches ausschließlich ihm selbst, als Zeichen seiner Alleinherrschaft in Rom vorbehalte war.

Das Volk der Phönizier, das in der Gegend des heutigen Libanon lebte, war das berühmteste Färbervolk der Antike. Sie waren Seefahrer, Händlern, Künstlern und bekannt für ihre Fähigkeit, nach den Sternen zu navigieren. Außerdem schufen Sie die Grundlagen des Alphabets. Was aber dieses Volk wirklich berühmt gemacht hat, war der Handel mit dem luxuriösesten Färbemittel der Menschheit und dieser Name ging in die Geschichte ein, so ist Phönizier abgeleitet vom griechischen phoinix, und entspricht unserer heutigen Bezeichnung für Purpur.

Das “Purpurland” ist von der Geschichte verweht und nur unter dem kilometerhohen, mit Gras bedeckten Muschelberg nördlich von Tyrus, erahnt man den vergangenen Wohlstand der Stadt. Der Mythos Purpur jedoch ist unsterblich geblieben und wird immer dann lebendig wenn die Farbe der Kaiser plötzlich in unserem Leben aufleuchtet, wie die am Wegrand stehende violette Blume „Knautia arvensis“. (9)


Genesis  6

Genesis 6

Stern – Ruf des Dharma  (GENESIS VI , Diestel / Türkis)

Kunst ist wie der ” Ruf des Dharma” und zeigt wohin sich unser Bewustsein richten soll. Sie ein  Fixstern bei der Suche nach einem Sinn  im alltäglichen Sein. Sie begleitet und führt die Menschheit auf  ihre Reise ins Licht, zum Geistigen, zur  Erkenntnis, zum Göttlichen.

In jeden  Augenblick des Lebens schaffen wir Veränderungen, Wirkungen, die sich fortpflanzen.

Für diese Lebensumstände, für diese Lebens-Reise sind wir selbst verantwortlich aber wir benötigen immer wieder Orientierungspunkte, Bilder, Zeichen, Wörter, Gegenstände, Rituale oder Menschen  die uns helfen diesen unseren Weg zu finden.

Dieser „Ruf des Dharma“ (zentralen Begriff des Hinduismus: Gesetz, Recht und Sitte, ethische und religiöse Verpflichtung) zeigt  wohin sich unser Bewusstsein richten soll.

Diese Symbole vereinfachen die Kommunikation sie  machen das tägliche Leben verständlich. Das Allgemeine verwandelt sich in einen Bedeutungsträger. Es ist eine  „aufschließende Kraft“, „die im Besonderen das Allgemeine (und im Allgemeinen das Besondere) darzustellen vermag“  (10)

Die Frage nach dem menschlichen Leben oder was das Leben versinnbildlicht beantwortet uns ein Fest, das als Fest der Feste gefeiert wird. „Christi Geburt“.

Es ist eine stimmungsvolle Heiligung des Lebens mit dem Blick auf die Krippe und den leuchtenden „Stern von Bethlehem“.

Bei den vielen Versuchen, die Geburtsstunde und damit den Beginn der neuen Zeitrechnung festzulegen, hat dieser „Stern von Bethlehem“ immer eine zentrale Rolle gespielt.  Manche Wissenschaftler glaubten an einen Kometen, andere an eine Supernova, doch in der Zeitschrift „Bild der Wissenschaft“ 12/2000 berichtet der amerikanische Physiker Michael Molnar von einer neuen Hypothese. Er studierte das dafür grundlegende Werk „Tetrabiblos“ des griechischen Astronomen Ptolemäus .

Hier wurde beschrieben, welche Konstellationen für die Geburt eines Königs günstig sind. Danach ist Jupiter als König der Planeten stets ein gutes Zeichen. Kommt noch Saturn hinzu, werden edle und gute Menschen geboren, die in Verbindung mit Mars zudem kräftig und streitbar werden. Merkur steht für fromme und philosophische Naturen, Venus für solche, die Gott lieben. Treten auch noch Sonne und Mond hinzu, werden laut Ptolemäus „die, welche erzeugt werden, Könige sein“.

Das Zusammentreffen dieser Planeten ist äußerst selten. Ereignet es sich gleichzeitig im Widder, dem heiligen Sternbild Judäas, ist dies ein untrügliches Zeichen für die Geburt des neuen Königs der Juden, wie es  im Alten Testament prophezeit worden war.

Diese Konstellation wurde neu berechnet und fand demzufolge am 17. April im Jahre 6 vor Christus um 8.26 Uhr statt. Merkur, Mars, Jupiter, Saturn und Venus standen scheinbar in einer Reihe, die schmale Sichel des zunehmenden Mondes zog vor Jupiter im Sternbild Widder vorüber. Wegen der hellen Sonne war das Schauspiel nicht einmal zu beobachten, doch ist für Astrologen die Sichtbarkeit einer Sternenkonstellation unerheblich für die Wirkung eines Horoskops.

Die drei gelehrten Sterndeuter folgten somit nicht einem wirklich am Himmel stehenden Stern, sondern einem Horoskop, das wegen der Planetenkonstellation im Sternbild Widder nach Judäa deutete. Für Molnar erklärt das auch, warum sie nicht direkt nach Bethlehem reisten, sondern zunächst in die judäische Hauptstadt Jerusalem, um sich bei König Herodes nach dem genauen Geburtsort zu erkundigen. Der wiederum wusste nichts von einem Messias, weil er die griechische Sterndeuterkunst nicht kannte. Bethlehem, so heißt es in dem Bericht der Zeitschrift, könne dann das nächste Ziel gewesen sein, denn von dort stammte die Familie König Davids, aus dessen Ahnenlinie der Messias entstammen werde.


Genesis 7

Genesis 7

Heidnisches Grün (GENESIS VII , Blüte des Efeus)

Kunst ist die Wortwurzel oder Urbedeutung Kommunikation

Immer wieder kommt es vor, dass man innehält und über ein Wort und seine Herkunft nachzudenken beginnt, denn die Bedeutung ist oft verhüllt im Nebel der Vergangenheit.

Der Gemeine Efeu ist ein Wurzelkletterer, der auf Grund seiner Eigenschaft, sich überall fest anzuschmiegen, ein Sinnbild für Freundschaft und Treue ist. In ganz Europa verbreitet, umrankt er Bäume ebenso wie Kirchen und verwächst sich – im Sinne des Wortes – mit heidnischen Ritualen und christlichen Vorstellungen.

In Westfalen brachten am 3. Fastensonntag die Mädchen den Nachbarn Efeukränze, die über dem Herd aufgehängt wurden, um so den Frühling ins Haus zu bringen. Als Orakelpflanze soll Efeu am 24. Februar – Matthias – verwendet worden sein. Einem heidnischen Brauch folgend, tanzten nachts die Mädchen bei Fackelschein mit Efeu- und Strohkränzen. Hinter ihrem Rücken mussten sie versuchen, einen Kranz zu fassen. Der Efeukranz bedeutete Glück in der Liebe, es sollte noch im selben Jahr Hochzeit sein. Der Strohkranz zeigte dagegen Unglück an.

Ebenso wurde mit Efeublättern in der Andreasnacht orakelt. Man warf zwei Efeublätter in eine Schale mit Wasser, so dass sie auf der Oberfläche schwammen. Waren die Blätter am nächsten Morgen zusammengetrieben, dann sollte es noch in diesem Jahr Hochzeit geben. Trieben sie getrennt voneinander, dann musste man noch länger warten.

Wenn heute Grabstätten häufig mit Efeu bepflanzt werden, so ist das eine meist unbewusste Nutzung des Symbols vom ewigen Leben. „Wie im Leben so im Tod“ steht als Inschrift auf manchem alten von Efeu umschlungenen Grabstein.

Doch was ist vom heidnischen Glauben über das Jenseitige im Sprachgebrauch noch vorhanden?

Am bekanntesten ist Walhall, die “Halle der Auserwählten”. Sie ist die Welt der Freude, in die nur gute und rechtschaffene Menschen gelangen.

Das allgemeine Totenreich war aber das Reich der Hel oder Hölle. Dort existierten keine Teufel, sondern hier herrschte die Totengöttin Hel oder bekannter, die “Frau Holle”.

Frau Holle ist die “verhüllende” Erdgöttin selbst, zu der alle Seelen gelangen und die jedem nach seinen Verdiensten einen entsprechenden Aufenthaltsort zuweist. Sie sorgt aber auch dafür, dass die Seelen in ein neues Erdenleben wiedergeboren werden. Durch eine Reihe von Wiedergeburten entwickelt sich dieses Leben stetig weiter. Erst wenn ein bestimmter Entwicklungsprozess abgeschlossen ist, gehen die Seelen in höhere Bereiche über.

Im Märchen der Gebrüder Grimm, “Frau Holle”, ist der Gedanke von Tod und Wiedergeburt gut dargestellt. Die Goldmarie erreicht durch einen Brunnen, als Sinnbild des Todes, das unterirdische Reich der Frau Holle. Später kehrt sie bei ihrer Wiedergeburt goldübergossen auf die Erde zurück. Anders die Pechmarie, sie ist faul und böse und wird bei ihrer Rückkehr auf die Erde vom Pech als Sinnbild eines schlechten Schicksals übergossen, bei ihrer Wiedergeburt wird sie nur „Pech“ haben und so für ihre Fehler büßen.

Auch ein anderes Wort erinnert an den alten Wiedergeburtsglauben – Enkelkind, denn “Enkel” bedeutet “kleiner Ahne” (“Ahn-kel”). In den Enkelkindern verkörpern sich die verstorbenen Ahnen wieder.

Viele Dinge Leben länger als man allgemein erwartet wie z.B.  der Efeu, der ein Lebensalter von 450 Jahren erreichen kann.


genesis-8

genesis-8

Blutblume (GENESIS VIII , Haemanthus-katharine / Orange )

Kunst ist Energie-Gewinnung aus dem Nichts. Sie ist die sichtbare, feinstoffliche Erweiterung der Naturwissenschaft

Literatur und Quellen:

(1)           Serge Brunier „Das Universum“ 1998 Verlag Kosmos, S.16

(2            othmar.marti@ physik.uni-ulm.de

(3)           Werner T. Huber, Dr. theol. – E-Mail: wth@bruderklaus.ch

(4            Johannes Huber „Geheimakte Leben“, Verl. Josef Knecht 2000, S. 115

(5)           Mathias Trennert-Helwig „Christ in der Gegenwart“ Kath. Wochen-zeitschrift Nr.36/00, S.293 Verlag Herder

(6)           Deutschlandfunk: Edgar Forschbach „Quantenlogik – Wie das Absurde eine bessere Logik erzwang“,   04.12.2000, Seite 8

(7)           New York Times vom 26. September 1999

Ein Interview mit Ian Stevenson. (Auszüge aus der New York Times) Psychische Studien 2000; I (2): 82-85: Unter dem Titel „Sie könnten dies in einem zukünftigen früheren Leben lesen“

(8)           Vitvan „Moderne Formulierung alter Weisheiten“

Gnostische Interpretation der Bibel

(9)           Das Geheimnis der Farben , Victoria Finay, List-Taschenbuch 2007 Seite 391-428

(10)        Goethe, Homberger, Sachwörterbuch zur Sprachwissenschaft (2000)/Symbol

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